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"Wir brauchen Platz!"

Artikel von Anja Carolina Siebel, erschienen im RGA am 07. Juni 2007:

"Erst anbauen, dann umbauen" stand auf Zetteln, die Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) am Dienstag abend am Podium befestigten. Bei der Vollversammlung in der Aula der Grundschule Stadt, die die Mitglieder der Elternpflegschaft einberufen hatten, forderten Eltern, Schüler und Lehrer in der proppevollen Grundschule Stadt von den anwesenden Politikern vor allem eines: mehr Platz.

"Uns fehlen Kunsträume, Räume für Medien und schließlich eine adäquate Aula - sonst säßen wir ja jetzt nicht hier, sondern im eigenen Gebäude", eröffnete Dr. Bernd Richter, Vorsitzender der Elternpflegschaft, provokant die Runde.
"Wir haben hohe Zuwachsraten; immer mehr Kinder kommen zum THG - und jetzt sollen wir noch mehr Räume einbüßen?"

Denn Platz geht durch die Brandschutz-Arbeiten verloren:
Für neue Rettungswege müssen zwei Eckräume pro Etage um etwa 18 Quadratmeter verkleinert werden. Zwei Lehrmittelräume fallen laut Plan weg. Das erläuterte Stadtarchitekt Michael Faubel.

Schulleiter Achim Beyer ging vor allem auf die Umbauphase ein, in der mehrere Klassen in andere Gebäude umziehen müssen. "Für uns ist das ein Riesenproblem", monierte
Beyer: "Und die übrigen Klassen müssen während der Zeit bei hoher Lärmbelästigung arbeiten." Zudem stelle sich die Frage der Aufsichtspflicht bei einem Ausweichen in andere Schulen.

"Wenn einem unserer Schüler in Realschulräumen etwas passiert, wer haftet dann?" Durch die "Völkerwanderungen"
zu anderen Gebäuden entstünden Verzögerungen, die sich letztlich im Stundenplan niederschlagen: "Künftig dauert der Unterricht vielleicht bis Viertel nach zwei."

Das drängendste Problem sei allerdings der Platzmangel:
"Wir können schlicht nicht noch mehr an Räumen einbüßen."
Zusätzlich nötig wären aus Beyers Sicht Räume für die zentralen Abschlussprüfungen, Wettbewerbsabschlüsse oder Lernstandserhebungen. Aber auch eine größere Aula.
"Konzerte oder Theateraufführungen sind bei uns Essig. Wir können den Eltern nicht zumuten, mehrere Stunden auf Betonbänken zu sitzen."

Lösung am berühmten "runden Tisch"? Dass mit einem Anbau den Raumproblemen am THG ein Ende gemacht wird, konnten Bürgermeister Dr. Josef Korsten und die anwesenden Politiker den Eltern und Schülern nicht versprechen: "Wir müssen zunächst den tatsächlichen Bedarf ermitteln", wiederholte Korsten seinen Standpunkt. Das soll am runden Tisch geschehen, das sich noch vor den Sommerferien treffen soll, versprach Korsten. Die Politiker aller Fraktionen willigten ein.

"Die Traumlösung ist dieses parteipolitische Hickhack für uns nicht", betonte Dr. Bernd Richter in seiner Schlussrede. "Dennoch werden wir jetzt aktiv, um im Gremium unseren Standpunkt noch dringlicher zu machen und schließlich das Ziel, nämlich den Anbau, zu erreichen."

Mit dem Ausgang der Vollversammlung zeigten sich Richter und seine Mitstreiter, Dr. Martin Ottenstreuer und Thomas Osenberg, zufrieden: "Wir wollten die Eltern umfassend informieren und den Politikern das große Interesse unseres Anliegens verdeutlichen. Das haben wir geschafft."


Bilder von Thomas Imo (http://www.photothek.net)

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Elternvollversammlung

Stellungnahme Bürgermeister Dr. Korsten

 
Schulpflegschaftsvorsitzender Dr. Richter und Schulleiter Achim Beyer
Schulleiter Achim Beyer und Lehrervertreter Wolfgang Forster
 
Podiumsdiskussionsteilnehmer
Schülervertreterin Simone Wollschläger
 
Podiumsdiskussionsteilnehmer
Anfrage des Parteivorsitzenden Viebach (CDU)
 
Anfrage eines Schülers
 

Bericht des WDR in Lokalzeit Bergisches Land am 05. Juni 2007 (24 MB)

komprimierte Fassung (1MB)


 

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