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Streitschlichtung

Ein Streit bahnt sich an Die Schlägerei beginnt
Streit. -- Erst lautstark, dann handgreiflich. -- Und dann?

Jeden Dienstag treffen wir uns, um Streitschlichter zu werden. Unsere Motive sind sehr unterschiedlich:
  • Neugier/Interesse
  • man lernt viel für den Umgang mit anderen Menschen, z.B. Körpersprache verstehen, Selbstsicherheit, Souveränität, Autorität, Sozialkompetenz
  • andere verstehen lernen: Empathie wegen psychologischer Hintergründe
  • besseres Verhältnis zu Lehrern
  • Verantwortung gegenüber Mitschülern
  • bessere Berufschancen
  • anderen Schülern helfen

Aufgaben der Streitschlichtung

Die Streitenden versammeln sich an einem Tisch
Wir sollen den Streitenden helfen zu einer Lösung zu finden, die beiden Seiten tragbar erscheint. Es wird nicht gerichtet, sondern vermittelt, der Schlichter bleibt in jedem Fall unparteiisch, und trifft auch keine Entscheidungen ohne Zustimmung beider Parteien.

Unsere Ausbildung


Die Streitschlichter Zusammen mit Herrn Blocksiepen erarbeiten wir Streitsituationen, es wird über die Gefühle der einzelnen Beteiligten gesprochen, innere und äußere Konflikte zusammengefasst und nach Lösungen gesucht. Auch Schlichtungen werden nachgespielt, und später in der Gruppe analysiert. Besonders soll durch diese Rollenspiele unsere Souveränität und Autorität gestärkt werden, damit wir lernen uns bei den Streitenden durchzusetzen. Um die Schlichtungen erfolgreich durchzuführen muss der Schlichter auch die Gefühle der Beteiligten erkennen, denn besonders Jüngeren fällt es schwer ihre Gefühle in Worte zu fassen, und da muss man schon mal etwas helfen. Also lernen wir Gestik und Mimik unserer Mitmenschen zu deuten und verstehen.


Die Schlichtung


Die Schlichtungen finden in den großen Pausen statt, und nur in Ausnahmefällen während der Unterrichtszeit. Der Schlichter und die Beteiligten stellen sich vor, und die Regeln werden erklärt. Durch Absprechen des Streites und Analyse der Gefühle jedes einzelnen soll ein Kompromiss erzielt werden, und wenn es nur festgelegt wird, dass beide sich aus dem Weg gehen. Zum Abschluss wird ein Vertrag von allen unterschrieben und ein Termin für eine Nachbesprechung vereinbart.
Abgebrochen wird die Schlichtung, wenn mindestens eine Partei nicht gewillt ist eine Lösung zu finden und auf ihrer Meinung besteht der andere sei allein schuldig. Oder wenn trotz mehrmaliger Warnung gegen die Regeln verstoßen wird. Unmöglich ist eine Schlichtung, wenn ein Opfer-Täter- Verhältnis besteht, wenn also einer der beiden nicht mitschuldig ist. Und bei religiösen/politischen Konflikten ist eine Schlichtung sehr schwierig, und führt nur in wenigen Fällen zu einer Lösung.

Damit die AG ein Erfolg wird, müssen besonders die Lehrer und die jüngeren Schüler aufmerksam gemacht werden, schließlich kann nicht immer ein Schlichter in der Nähe sein, wenn es zu einem Streit kommt.