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Theodor Heuss

 

Theodor Heuss wurde am 31. Januar 1884 in Brackenheim (Weinbaugemein- de in Württemberg) als jüngster Sohn des Straßenbaumeisters Louis Heuss geboren. Er starb am 12. Dezember 1963 in Stuttgart.

 

 

1892-1902   Schulbesuch in Heilbronn
1902   Abitur. Erstes gedrucktes literarisches Produkt, erschienen in der "Hilfe". Heuss schreibt im Laufe seines Lebens etwa 2.000 Zeitungsartikel, Beiträge zu Buchausgaben, Reden, Briefe und Bücher, Schulbesuch in Heilbronn.
     
1903   Mitgliedschaft in der Freisinnigen Vereinigung (1910 Fortschrittliche Volkspartei)
1905   Promotion bei Lujo Brentano in München Eintritt in die Redaktion von Friedrich Naumanns Zeitschrift "Hilfe" in Berlin
     
1907   Übernahme des politischen Ressorts der "Hilfe"
1912-1913   Chefredaktion der "Neckarzeitung" in Heilbronn
     
1913 Redaktion der Zeitschrift "März"
     
1918   Mitglied der Geschäftsführung des Deutschen Werkbundes in Berlin
1918-1922   Übernahme der Redaktion der Zeitschrift "Deutsche Politik"
     
1919   Wahl als Bezirksvorsitzender in Berlin; gleichzeitig Mitarbeiter der "Vossischen Zeitung" und der "Frankfurter Zeitung"
     
1920   Dozent an der Deutschen Hochschule für Politik in Berlin
     
1923-1926   Übernahme der Redaktion der Zeitschrift "Die Deutsche Nation"
     
1924   Wahl in den Deutschen Reichstag als DDP-Abgeordneter Eintritt in den Vorstand des Deutschen Werkbundes
     
1928   Verlust des Mandates bei der Reichstagswahl
     
1930   Rückkehr in den Deutschen Reichstag als Abgeordneter der Deutschen Staatspartei (Umbildung der DDP in Deutsche Staatspartei)
     
1932   Veröffentlichung von "Hitlers Weg": einzige kritische Analyse des Programms und der Politik der Hitler-Partei vor 1933.
     
1933   Rückkehr in den Reichstag als Abgeordneter der Deutschen Staatspartei am 5. März. Verlust der Dozentur an der Deutschen Hochschule für Politik. Aberkennung des Reichstagsmandates am 12. Juli.
     
1936   Publikationsverbot. Ausscheiden aus der Redaktion und Herausgabe der "Hilfe".
     
1943   Übersiedlung nach Heidelberg im Herbst
     
1945   Heuss wird Lizenzträger der "Rhein-Neckarzeitung" in Heidelberg. Heuss wird "Kult"minister des Landes Württemberg-Baden in Stuttgart und übersiedelt nach Stuttgart am 24. September
     
1946   Mitgründer der Deutsche Volkspartei (DVP) für Württemberg-Baden in Stuttgart am 6. Januar. Heuss wird Mitglied der verfassungsgebenden Versammlung des Landtags am 30. Juli. Heuss wird Mitglied des Landtags am 10. Dezember. Freiwilliger Verzicht auf Ministeramt im Dezember Vorsitzender der DVP der US-Zone am 28./29. September.
     
1947   Vorsitzender der Demokratischen Partei Deutschlands (zusammen mit Wilhelm Külz) am 17. März. Übernahme einer Honorar-Professur für politische Wissenschaft an der Technischen Hochschule in Stuttgart (Ernennung Anfang 1948).
     
1948   Heuss wird Abgeordneter des Parlamentarischen Rates in Bonn am 1. September und Vorsitzender der in Heppenheim gegründeten Freien Demokratischen Partei am 12. Dezember.
     
1948-1949   Maßgebliche Beteiligung an der Formulierung des Grundgesetzes der BRD
     
1949   Bestätigung als Bundesvorsitzender der F.D.P. durch den Bundesparteitag in Bremen am 12. Juni 1949. Wahl zum Bundestagsabgeordneten in Bonn am 14. August 1949. Wahl zum ersten Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung in Bonn am 12. September. 1949 Verzicht auf das Amt des Bundesvorsitzenden der FDP.
     
1949-1959   Wiederwahl zum Bundespräsidenten am 17. 07. 1954 Bemühungen an jene geistigen Traditionen Deutschlands anzuknüpfen, die durch die verbrecherische Herrschaft des Nationalsozialismus unterbrochen worden waren.
     
1959   Heuss erhät den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.
     
1963   Theodor Heuss stirbt in Stuttgart am 12. Dezember.
     
1964   Stiftung des Theodor-Heuss-Preises für beispielhafte demokratische Gesinnung - Theodor Heuss war evangelisch. Er war seit 1908 mit Elly Knapp (+ 21.Juli 1952) verheiratet. Sie hatten einen Sohn.