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Schulprogramm - THG: eine offene Schule

5.1 Zusammenarbeit mit Institutionen vor Ort
5.1.1 Radevormwalder Musikschule (RMS)
5.1.2 Kirchengemeinden in Radevormwald
5.1.3 Kulturelle Organisationen
5.1.4 Stadtsportverband und örtliche Vereine

5.2 Zusammenarbeit mit den Nachbarschulen
5.2.1 Zusammenarbeit mit den Grundschulen
5.2.2 Zusammenarbeit mit der Real- und Hauptschule

5.3 Kooperation mit außerschulischen Partnern
5.3.1 Lernpartnerschaften
5.3.2 Schulsponsoring
5.3.3 Förderverein

5.4 Theodor-Heuss-Gespräche

5.5 Fahrtenkonzept

Dass Öffentlichkeitsarbeit ein unverzichtbares Element zur Propagierung schulischer Arbeitsergebnisse ist, hat schon eine pädagogische Tagung des Kollegiums Anfang der 90er Jahre in Altenberg herausgestellt. Dass die kontinuierliche und nachhaltige Umsetzung dieses Anliegens seit dem Schuljahr 2004/05 nun greift, lassen seitdem die zahlreichen und mitunter breit angelegten Berichte der beiden örtlichen Zeitungen über das THG erkennen.

Mit der Bestellung zweier Pressebeauftragter hatte die Schulleitung ab Schuljahresbeginn 2004/05 den Auftrag verbunden, unterrichtliche sowie außerunterrichtliche Aktivitäten von Schülern, Lehrern und Eltern, die das Bild des THG in der Öffentlichkeit verstärken, nach außen zu tragen. In ständigem Kontakt mit den Lokal-Redaktionen der Bergischen Morgenpost und des Remscheider Generalanzeigers unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit der Schule dabei die o. a. Aktivitäten sowohl im Vorfeld als auch begleitend durch ausgearbeitete Presseinformationen.

5.1 Zusammenarbeit mit Institutionen vor Ort
5.1.1 Radevormwalder Musikschule (RMS)

Traditionelle Verbindung, weil viele Kinder sowohl Schüler des THG als auch der RMS sind:

das Orchester des THG ist auch ein Angebot für alle Schüler der RMS,
das Projekt „Bläserklasse“ wird seitens der RMS durch zwei Fachlehrer mitgetragen, die am Vormittag in den Bläserklassen Instrumentalunterricht erteilen,
die Kinder aus den Bläserklassen können nach der Klasse 6 die Ausbildung auf ihrem Instrument in der RMS fortsetzen.

5.1.2 Kirchengemeinden in Radevormwald

Schulgottesdienste in den Kirchen der Stadt, durchgeführt auch von den Gemeindepfarrern,
Arbeitsgemeinschaft der Religionslehrer und Pfarrer,
kostenlose Leihgabe etlicher Instrumente für die Bläserklasse seitens der Ev. Luth. Kirchengemeinde,
Instrumentalunterricht in der Bläserklasse durch den Kantor der Ev. Luth. Gemeinde,
gemeinsame Konzerte von Ev. Luth. Gemeinde und THG,
Orgeleinführungen für Schulklassen durch den Organisten,
Kunstausstellungen in der Ev. Luth. Kirche, betreut durch Schüler des THG.

5.1.3 Kulturelle Organisationen

Theaterbesuche des Kulturkreises über das Jugendabonnement,
Konzert- und Opernbesuche in Wuppertal und Remscheid,
Führungen durch das Wuppertaler Opernhaus mit Besichtigung der Werkstätten und Bühnen, Probenbesuche, Vorführungen professioneller Ensembles in der Schule,
Besuche von weiteren kulturellen Veranstaltungen in Theatern und Museen der umliegenden Großstädte.

5.1.4 Stadtsportverband und örtliche Vereine

Über Schulsportgemeinschaften erhalten interessierte Schüler die Möglichkeit, in Sportarten ihrer Wahl Erfahrungen zu sammeln und bei Gefallen einem Verein beizutreten.

5.2 Zusammenarbeit mit den Nachbarschulen
5.2.1 Zusammenarbeit mit den Grundschulen

Der Gedankenaustausch und die Kooperation mit den Kollegen der anderen Schulformen hat für das THG einen besonderen Stellenwert. Dies wird durch die räumliche Nähe der Schulen gefördert. Besonders intensiv ist die Zusammenarbeit zwischen dem Gymnasium und den Grundschulen.

Neben den Erprobungsstufenkonferenzen, an denen die ehemaligen Klassenlehrer unserer Fünft- und Sechstklässler teilnehmen, finden regelmäßig gemeinsame Konferenzen statt, in denen die pädagogische Arbeit in der Erprobungsstufe diskutiert wird und aktuelle Probleme thematisiert werden. Gegenstände dieser Konferenzen sind z.B. die Kriterien für die Entscheidung bei der Wahl der weiterführenden Schule, Inhalte und Methoden des Unterrichts in den Kernfächern und hier insbesondere der Unterricht in der ersten fortgeführten Fremdsprache. Die Mitglieder der Fachkonferenz Englisch informieren sich vor Ort über die Möglichkeiten, Methoden und Ziele des Englischunterrichts in der Grundschule.

Neben diesen Hospitationen auf Grund curricularer Neuerungen finden regelmäßig folgende Aktionen im Schuljahr statt:

Einladung der 4. Klassen zur Vorstellung der Bläserklasse,
Informationsabend für die Eltern zur Vorstellung des Bläserklassenkonzepts,
Informationstag für Grundschüler und ihre Eltern (Tag der offenen Tür),
Informationsveranstaltungen zur Vorstellung der weiterführenden Schulen an den Grundschulen,
Vorstellung und Hospitation der zukünftigen Klassen- und Fachlehrer an den Grundschulen,
Hospitationen der angemeldeten Schüler am THG,
gemeinsame Konferenz über Fördermöglichkeiten leistungsstarker Schüler,
Begrüßungsfeier am Ende des Schuljahres,
Erprobungsstufenkonferenz mit den ehemaligen Klassenlehrern der Grundschulen,
Rückmeldungen am Ende der Erprobungsstufe über den Verbleib der Schüler am THG.

5.2.2 Zusammenarbeit mit der Real- und Hauptschule

Gemeinsame Informationsveranstaltungen zur Vorstellung der weiterführenden Schulen an den Grundschulen,
Zusammenarbeit beim Schulformwechsel nach der 6. bzw. 10. Klasse,
Informationsveranstaltung zur gymnasialen Oberstufe am Ende der Klasse 10,
Durchführung gemeinsamer Austauschmaßnahmen mit den französischen Partnerschulen,
Zusammenarbeit beim Streitschlichtungs- und Busbegleiterprojekt,
gemeinsame Feste der 5. Klassen,
gemeinsame Nutzung der Schulhöfe.

5.3 Kooperation mit außerschulischen Partnern
5.3.1 Lernpartnerschaften

In einer innovativen Schule muss es neben dem Bildungs- und Erziehungsauftrag insbesondere um das Erlernen von Schlüsselqualifikationen gehen. Kommunikations- und Teamfähigkeit ebenso wie Methodenkompetenz sind hierbei wesentliche Ziele.
Die Kooperation von Schule und Wirtschaft ermöglicht deren Realisierung.

Dabei profitieren nicht nur die Schulen von der Wirtschaft, sondern auch die Wirtschaft lernt zunehmend die Schulen schätzen. Denn gut ausgebildete Mitarbeiter sind ein wichtiger Standortfaktor.

Im Rahmen von Lernpartnerschaften lernen die Schüler verschiedener Jahrgangsstufen ein Unternehmen, seine Geschäftsfelder, Probleme und Leistungen aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Fächer kennen.

Neben der schon genannten Standortsicherung erhalten die Unternehmen die Möglichkeit, ihren Blick für die Realitäten schulischen Lebens zu öffnen. Das THG hat eine erste Kooperationsvereinbarung mit der Sparkasse Radevormwald getroffen. Inhalte und Ziele sind in einem mehrschrittigen Verfahren ausgehandelt und festgeschrieben worden.

Das regionale Kooperationsnetz zwischen dem THG und regionalen Unternehmen soll in Zukunft weiter ausgebaut werden.

5.3.2 Schulsponsoring

Seit Beginn des Kalenderjahres 1999 ist auch an Schulen des Landes Nordrhein-Westfalen Sponsoring durch Unternehmen erlaubt. "Sponsoring an Schulen ist eingebunden in den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule". Somit können wichtige Impulse zur Gestaltung des Schullebens gesetzt werden.

Die Förderung durch Sponsoring ist im Gegensatz zur klassischen Spende (Förderverein) eine Förderung mit vertraglicher Gegenleistung und Werbewirkung: der Imagewerbung für den Sponsor in der Schule. Ebenso können Betriebe die für Sponsoring aufgebrachten Kosten von den Betriebsausgaben absetzen.

Dabei sind die Formen des Sponsorings vielfältig, das Ausmaß der Unterstützung unterschiedlich. Nicht nur materielle, sondern auch Dienstleistungen fallen darunter.
So wurden zuletzt am THG zahlreiche Firmen aktiv, um die Einrichtung einer Caféteria an unserer Schule zu ermöglichen.

Weitere Projekte, u. a. wissenschaftliche Ausstellungen, Vernissagen und Theateraufführungen, sollen durch Sponsoring verwirklicht werden.

5.3.3 Förderverein

Der Verein wurde am 12. März 1970 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, bedürftige Schüler durch Gewährung von Zuschüssen, z. B. bei Klassen- und Studienfahrten, zu unterstützen, Fachbibliotheken einzurichten und auszubauen und der Schule Lehr- und Lernmittel zur Verfügung zu stellen, wo städtische und staatliche Mittel nicht ausreichen. Die finanzielle Grundlage dieses Engagements bilden zum einen die Mitgliedsbeiträge, zum anderen Spenden der Radevormwalder Wirtschaft.

In den 35 Jahren seines Bestehens hat der Verein schon über 280.000 € in Fördermaßnahmen investiert. Regelmäßig erfahren das Schulorchester, der Schüleraustausch, Schulfeste, Projektwochen u. v. m. finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus wurden Anschubfinanzierungen für Bläserklasse, Skiexkursion und Caféteria geleistet.

Die Außenwirkung des THG wird durch Beiträge, etwa zur Anschaffung von T-Shirts oder Werbebroschüren, unterstützt.

Wurden anfangs vornehmlich Musikinstrumente, Fachbibliotheken und Lehr- und Lernmittel für die naturwissenschaftlichen Fächer angeschafft und später die Einrichtung des Informatikraums und die Ausstattung der Kunsträume mit modernen Maschinen gefördert, so ist es heute im Wesentlichen die Ausstattung des Gymnasiums mit modernen Unterrichtsmedien (Multimedia-PCs, Notebooks, Beamern, modernen Wiedergabegeräten und Lernsoftware).

Angesichts der wachsenden Finanzmisere der öffentlichen Haushalte ist abzusehen, dass der Verein in der Zukunft noch stärker gefordert sein wird. Deshalb muss es unser Ziel sein, alle Eltern der gegenwärtigen Schüler als Mitglieder zu gewinnen.

5.4 Theodor-Heuss-Gespräche

Alljährlich veranstaltet das THG eine Vortragsreihe mit Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Forschung und Sport.

Hierzu laden wir Persönlichkeiten von regionaler, nationaler und internationaler Reputation ein. Ihre Herkunft aus den unterschiedlichsten Lebens- und Berufsfeldern soll unseren Schülern die Möglichkeit eröffnen, Einblicke in ein möglichst breites Spektrum außerschulischer Lebenswirklichkeit zu gewinnen.

Im Schuljahr 2004/05 durften wir eine Reihe interessanter Gäste an unserer Schule begrüßen. Hierzu zählten u.a. unsere beiden oberbergischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten, Herr Biesenbach und Herr Flosbach, der ehemalige Rektor der Sporthochschule Köln, Herr Prof. Dr. Hollmann, der Kölner Domkapitular, Herr Prof. Dr. Trippen, sowie Frau Prof. Dr. Hochbruck, Dozentin für angewandte Mathematik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

5.5 Fahrtenkonzept

Kern des im Juni 2005 beschlossenen Fahrtenkonzeptes ist die Stärkung der Sozialkompetenz und die Ausweitung der schulischen Bildungs- und Erziehungsarbeit über den Unterricht hinaus. Diesem Ziel dienen:

o die Unter-/Mittelstufenfahrten in den Jahrgangsstufen 5 und 7 und eine Dauer dieser Fahrten von fünf Tagen unter Einbeziehung gruppendynamischer und erlebnispädagogischer Aspekte. Hierdurch sollen eine bessere Integration in den neuen Klassenverband, eine Stärkung der Klassengemeinschaft und eine Förderung der Sozialkompetenz erreicht werden,
   
o die Skiexkursion am Ende der Mittelstufe, die allen Schülern in kürzester Zeit Grundkenntnisse des Skifahrens vermittelt. Die Gruppenzusammensetzung beim Skifahren wird bestimmt vom jeweiligen skifahrerischen Können. Gute Skifahrer werden im Verlaufe der Woche auch zur Betreuung von Anfängern eingesetzt, so dass gegenseitiges Helfen und Erklären unter den Schülern zu einem besseren Miteinander führen wird. Ein weiteres Ziel ist es, die Jahrgangsstufe 10 auf das Kurssystem der Sekundarstufe II vorzubereiten. Dazu gibt es einen Informationsabend, an dem ein Mitglied des Beratungslehrerteams den zukünftigen Oberstufenschülern die zentralen Strukturelemente und Anforderungsprofile der gymnasialen Oberstufe mediengestützt vermittelt,
   
o die Konzentration der Oberstufenfahrten auf die Leistungskurse der Jahrgangsstufe 12, wodurch die von den Richtlinien geforderte Vertiefung und Ausweitung fachspezifischer Lernziele geleistet wird.
 
Ferner bietet das THG:
 
o den Schüleraustausch mit Châteaubriant in der Jahrgangsstufe 9, der praktische Erfahrungen in der Zielsprache und Einblicke in Alltag und Kultur unserer Partnerstadt ermöglicht,
o die Orchesterprobentage zu Beginn eines jeden Schuljahres, um die Qualität und das Zusammengehörigkeitsgefühl unseres Schulorchesters zu steigern,
o die Studienfahrt nach Rom am Ende der Jahrgangsstufe 11, die eine Ausweitung und Vertiefung des fünfjährigen Lateinunterrichts in historischer und archäologischer Hinsicht ermöglicht.