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Schulprogramm - Stufenkonzept
7.1 Unterstufe
7.2 Mittelstufe
7.3 Oberstufe
7.1 Unterstufe
Die Klassen 5 und 6 bilden als Erprobungsstufe eine besondere pädagogische Einheit. Anknüpfend an die Erfahrungen der Kinder aus der Grundschule führen die Lehrer die Kinder in dieser Zeit an die Unterrichtsmethoden und Lernangebote des Gymnasiums heran.
Um die richtige Entscheidung für die Wahl der weiterführenden Schule zu treffen und den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium zu erleichtern, bietet das THG:
einen „Tag der Offenen Tür“ im November, an dem die Grundschüler der 4. Klassen mit ihren Eltern bei Unterrichtsbesuchen und lnformationsgesprächen bereits erste Eindrücke von der neuen Schule gewinnen können,
den 4. Klassen der Grundschulen Konzerte am Vormittag mit unserer Bläserklasse. Hier lernen sie die verschiedenen Instrumente und das Arbeiten in der Musikklasse kennen,
den neu angemeldeten Schülern am Ende des Schuljahres Gelegenheit, an einem Vormittag den „Alltag“ am Gymnasium mitzuerleben. In einer Doppelstunde gewinnen sie einen ersten Einblick in das Unterrichtsgeschehen an unserer Schule.
Die neuen Klassenlehrer der Jahrgangsstufe 5 bereiten sich in besonderer Weise auf die Übernahme ihrer Klassen vor, indem sie u. a. am Unterricht einer Grundschule im Einzugsbereich teilnehmen und dort mit den Kollegen pädagogische Gespräche über Unterrichtsinhalte und Methoden führen. Dadurch wird eine enge Beziehung zu den Grundschulen gehalten, die ihren Ausdruck auch darin findet, dass diese Kollegen an der ersten Erprobungsstufenkonferenz teilnehmen, wo sie wichtige Hinweise zur schulischen Entwicklung der Kinder geben können. Hospitationen der Grundschullehrer am THG geben ihnen Auskunft über die Entwicklung der Schüler in der neuen Schule.
Gemeinsame Konferenzen der Grundschul- und Gymnasiallehrer finden mindestens zweimal im Schuljahr statt; hier diskutieren beide Schulformen schülerrelevante Problemfelder.
Die Eingewöhnungsphase wird durch folgende Maßnahmen erleichtert:
das Paten-System,
die „Schulrallye“, bei der die neuen Schüler das Gebäude, die neuen Unterrichtsfächer, die Fachräume und ihre neuen Lehrer spielerisch kennen lernen,
den 1.Schultag und die erste Unterrichtswoche, die dem Ziel dienen, sich mit der neuen Umgebung intensiv vertraut zu machen.
Um die Kinder an die besonderen Unterrichtsmethoden und Lernangebote des Gymnasiums heranzuführen, wird in der Klasse 5 das Lernen selbst thematisiert werden. Das Lern- und Arbeitsverhalten werden zum Gegenstand des Unterrichts, angemessene Arbeits- und Lernstrategien den Schülern hierbei vermittelt (vgl. Kap. 8)
Eine besondere Bedeutung hat in der Erprobungsstufe auch das Lesetraining, das einen wichtigen Platz im Deutschunterricht einnimmt. Fester Bestandteil des Schullebens ist die Durchführung des Lesewettbewerbs in Klasse 6.
7.2 Mittelstufe
Der Unterricht in der Mittelstufe fällt für die Schüler in eine entwicklungspsychologisch schwierige Phase. Daher muss die Schule Orientierung und Hilfestellung bieten.
Gleichzeitig erwartet man vom Schüler ein höheres Abstraktions- und Argumentationsvermögen.
So besteht das Ziel des Mittelstufenkonzepts darin, diesen Schwierigkeiten durch eine Reihe altersspezifischer Maßnahmen zu begegnen:
Im Differenzierungsbereich der Stufen 9 und 10 haben die Schüler beispielsweise die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte zu setzen. Zur Zeit werden
eine 3. Fremdsprache ( Latein / Französisch )
Biologie – Englisch bilingual
Mathematik – Informatik
Biologie – Chemie
angeboten.
Weiterhin stehen im Zentrum der Mittelstufenarbeit:
Projekte zur Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft (vgl. Kap. 5.3.1),
Austauschprogramme mit fremdsprachigen Ländern (vgl. Kap. 4.2.2),
die Möglichkeit, das Sprachendiplom des Institut Français (DELF) zu erwerben, am Zertifikatskurs für Cambridge-ESOL und am Bundesfremdsprachenwettbewerb teilzunehmen.
Im Politikunterricht der Jahrgangsstufen 8 und 10 wird die Arbeitswelt mit ihren Chancen und Problemen thematisiert und durch Exkursionen in das Berufsinformationszentrum und in Betriebe praxisnah verdeutlicht.
Der Deutschunterricht in Klasse 9 ergänzt dieses Wissen durch das Bewerbertraining (Anschreiben, Lebenslauf, Computerkenntnisse) und bereitet somit direkt auf das zweiwöchige Betriebspraktikum vor.
In der Streitschlichtungsstelle engagieren sich besonders Schüler der Jahrgangsstufe 9 im Konfliktmanagement.
Durch das Projekt „Jugendkriminalität“, das in Zusammenarbeit mit der Polizei in Stufe 8 durchgeführt wird, werden die Schüler befähigt, zwischen legalem und strafrechtlich relevantem Verhalten zu unterscheiden.
Die Rechtskunde-AG in der Stufe 10 führt dieses Projekt fort. Hier werden durch einen Volljuristen Inhalte aus den für Jugendliche interessanten Bereichen des Zivilrechts und des Strafrechts vermittelt.
7.3 Oberstufe
Die gymnasiale Oberstufe vertieft und ergänzt die Inhalte und Methoden, die in der Sekundarstufe I erworben wurden.
In drei Jahren wird das wissenschaftspropädeutische Arbeiten geschult. Der Klassenverband weicht dem Kurssystem. Alle Fächer werden in 3-stündigen Grundkursen unterrichtet. Ausnahmen bilden die zwei gewählten Leistungskurse ab der Stufe 12, die 5-stündig unterrichtet werden.
Die Schüler können, unter Berücksichtigung der Pflichtbedingungen, Fächer und Schriftlichkeit mitbestimmen.
Betreut werden sie durch die Beratungslehrer, die ihre Schullaufbahn begleiten und mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Eine Orientierungs- und Angleichungsfunktion kommt dabei der Stufe 11 zu. Schüler anderer Schulformen haben so Gelegenheit, sich den Anforderungen des Gymnasiums zu stellen und anzupassen. Das THG fördert die sogenannten Quereinsteiger in eigenen Kursen. Die Kernfächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch und Latein werden 4-stündig unterrichtet, um so eventuell vorhandene Defizite auszugleichen.
Die Stufen 12 und 13 zählen zur Qualifikationsphase; so gehen die erbrachten Leistungen anteilig in die Abiturnote mit ein. Dabei kommt den beiden gewählten Leistungskursen besondere Bedeutung zu, wobei das THG grundsätzlich alle Fächer zur Leistungskurswahl anbietet.
Durch kleine Kurse kann unser Gymnasium eine intensive persönliche Betreuung anbieten.
Während der Oberstufe kann nach den Stufen 11 und 12 die Fachhochschulreife erworben werden. Nach der Stufe 13 schließt die Schullaufbahn mit der Abiturprüfung, die in vier Fächern (2 Leistungskursen, 2 Grundkursen) abgelegt wird.
Zur Berufs- und Studienqualifizierung bietet das THG ein einwöchiges Hochschulpraktikum in der Jahrgangsstufe 12 an. Es bildet, zusammen mit der Beratung durch das Arbeitsamt, das die Schüler der Stufe 12 mehrmals im Schuljahr informiert, den Abschluss der Maßnahmen, um die Schüler auf die Arbeitswelt vorzubereiten.
An zehn mit uns kooperierenden Hochschulen der Region können die Schüler „Uniluft“ schnuppern, Schwellenängste überwinden und erste Erfahrungen sammeln, um gezielter über ein Studium nachdenken bzw. äußere und persönliche Rahmenbedingungen realistischer abschätzen zu können.
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