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Unterrichtsfächer
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Austausch Chateaubriant 2009 Frankreich, der linksrheinische Nachbar, ist vor allem Sinnbild für Mode, Wein und gutes Essen. Wir hielten uns im Westen Frankreichs auf, in der Region Pays de la Loire (Département Loire-Atlantique), die an die Bretagne grenzt und historisch gesehen zu diesem Gebiet gehört. Genauer gesagt waren wir in Châteaubriant (dem Ort, der sich stolz die Partnerstadt Radevormwalds nennen darf). Diese wunderschöne kleine Stadt liegt zwischen Nantes und Rennes. Die Städtische Realschule und das Theodor-Heuss-Gymnasium führten den Austausch mit dem Collège Saint Joseph durch. Die Französischen “Corres” waren im Oktober 2008 bereits für zehn Tage bei uns in Rade zu Gast gewesen. Nun stand der Gegenbesuch an: In der Zeit vom 23.03. bis zum 02.04.09 haben wir, die 35 Gastschüler und vier Lehrer (Mlle Lange THG, Mme Fink Realschule, Mrs Batstone Realschule und M. Döhl THG) die zwölfstündige Busfahrt nach Châteaubriant auf uns genommen, um dort Stadt, Land, Leute und Gewohnheiten kennen zu lernen. Nach Verkehrsproblemen bei Paris kamen wir letztendlich am Montagabend um 19.30 Uhr an, nachdem wir morgens um 7.00 Uhr losgefahren waren. Die Müdigkeit überkam uns, aber als unser Ziel in Sichtweite kam, waren wir alle hellwach und sehr gespannt auf unsere Gastfamilien. Die Nervosität stieg stetig an, aber nicht nur bei uns, sondern auch bei den Lehrern. Uns allen schlichen viele Fragen durch den Kopf wie: Wie mag nur die Gastfamilie sein? Was würde man bloß erleben? Was würde es zu essen geben? Etwa Froschschenkel? Würde man sich mit der Familie verstehen? Würde das gelernte Französisch ausreichen? Und, und, und... Manch einer verließ sich bei der Vorbereitung voll und ganz auf sein “elektronisches Taschenwörterbuch”, aber auch das gute alte Wörterbuch fand seinen Gebrauch. Als wir dann endlich am Collège Saint Joseph ankamen, lief alles ganz schnell und jeder ging mit seiner zugeteilten Gastfamilie. Die meisten Familien leben außerhalb der Stadt, meist in kleinen Dörfern mit rund 1500 Einwohnern, und nur wenige in der Stadt. Es gab keine Komplikationen zwischen Familien und Gästen, und so wurde der erste Abend dank der Bemühungen der Familien ein voller Erfolg (sowohl kulinarisch als auch in jeder anderen Hinsicht ...). Konversationen mit den Franzosen endeten meist in einem Mischmasch aus Französisch, Deutsch, Englisch und seltsamen Verrenkungen, die als Zeichensprache interpretiert werden konnten. Und falls alles nichts half, gab es ja noch den Retter in der Not: Das Wörterbuch! Nachdem man am nächsten Tag mit dem Schulbus aus einem der zahlreichen Vororte an einem riesigen Bus- Sammelplatz angekommen war, traf man schon die ersten bekannten Gesichter und tauschte seine Erfahrungen aus. In der Schule trafen wir uns jeden Morgen in einem Klassenraum, wo wir über unsere Erlebnisse sprachen, Fragen stellten, so wie auch anstehende Programmpunkte besprachen. Daraufhin wurde uns das Schulgebäude gezeigt, wir durften den Unterricht besuchen (und haben dabei im Englischunterricht erschreckende Erkenntnisse gewonnen), haben feudal in der Schulkantine gespeist, unseren Lieblingsprogrammpunkt, die Rallye, absolviert, und anschließend wurde uns die volle Bandbreite der modernen Telekommunikation an einem Windows 98 im Multimediaraum geboten. Am kommenden Tag durften wir den angebotsreichen Markt besuchen und ein fiktives Menü kreieren. Mittwochs haben die Franzosen den Nachmittag frei, den die meisten zum Bowling genutzt haben. Am Donnerstag stand der erste große Ausflug vor der Tür: Nantes (in Begleitung der 4ème b)! Zuerst besuchten wir die Kathedrale von Nantes, um danach geschlagene drei Stunden zu shoppen. Am Donnerstag folgten das übliche Morgenritual und weitere Unterrichtshospitationen. Wir hatten dieses Mal die Möglichkeit, im Unterricht für Deutschland als Land und Deutsch als Fach zu werben. Es folgte ein Empfang im Rathaus durch Monique Bigot, stellvertretend für den Bürgermeister, bei dem auch einige Schüler mit ein paar Worten zum Austausch zum Gelingen beitrugen. Im Anschluss machten wir uns bei strömendem Regen zurück zur Schulkantine, um die wohl legendärste Party des letzten Jahrtausends zu zelebrieren. Die Schule sorgte für Speis und Trank und DJ „Thugdual“ für Musik, durch die professionelle Bedienung des CD Players. Der Abend war aber auch geprägt von einigen Highlights: der sensationellen Performance des “Macarena” Songs, dem spontanen Gesangsbeitrag von Anna Maria, dem Lied “Mit 66 Jahren...”, gesungen von den französischen Austauschschülern, und mehreren Partyspielen. Das Wochenende blieb den Gastfamilien frei zur Gestaltung. Häufig ging es dabei ans Meer. Der kommende Montag brachte die übliche Routine mit sich. Am Nachmittag ging es dann in das Château (das Schloss) von Châteaubriant. Am Dienstag stand dann der zweite große Ausflug in Begleitung der 3ème a an: Es ging zum Mont St. Michel und im Anschluss nach St. Malo. Der Mont St. Michel hat trotz unseres kurzen Aufenthalts bleibende Eindrücke bei uns hinterlassen - nicht zuletzt durch das schöne Wetter und die Aussicht von der Plattform. In St. Malo kam durch das Wetter und die wunderschöne Küste Karibik-Feeling auf. Am letzten Tag wurden die finalen Einkäufe für die Fahrt und die Familien in Château und daheim getätigt und der Nachmittag noch einmal in der Gastfamilie verbracht. Die Stunde der Abreise war näher gerückt und die Trauer fand kein Ende. Nach vielen vergossenen Tränen rollte der Bus wieder gen Rade ... Auf dem Parkplatz vor der Realschule überwog die Freude über die Rückkehr und auf die darauf folgenden Ferien dann doch noch. Ein Wiedersehen mit den Familien ist bei vielen nicht ausgeschlossen. Außerdem können die gewonnenen Eindrücke und Erinnerungen ja immer wieder ausgetauscht werden und Kommunikation über das World Wide Web ist immer möglich, so dass Châteaubriant doch nicht die vermuteten 12 Stunden Busfahrt von uns weg ist ... Es war ein voller Erfolg! A plus! Felix Buscher 8a Realschule, Birk Buttchereyt 8b THG
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