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ROM-Fahrt 2007
Es war ein Jubiläum: Denn bereits seit zehn Jahren reisen Lateinschüler des THG mit ihrem Lehrer Dr. Werner Söffing am Ende ihrer Lateinkarriere in die „Ewige Stadt“.
War bei den ersten Fahrten die zwanzigstündige Bahnfahrt noch ein Härtetest der besonderen Art, so reisen wir seit 2004 bequem mit dem Flugzeug an. Und während die Romfahrt jahrelang nur als Privatveranstaltung in den Schulferien stattfinden durfte, ist diese seit 2006 eine offzielle Abschlussfahrt aus dem Fahrtenprogramm des THG |
So traten am 30.04.07 die zehn Schüler des Grundkurses Latein der Jgst. 11 die Reise nach „Bella Italia“ an, um auf historischem Boden die Römer, die ihre Spuren ansonsten nur in lateinischen Texten hinterlassen haben, wieder zum Leben zu erwecken.
Nach einigen organisatorischen Pannen am Flughafen - zwei Gepäckstücke waren eine Stunde lang spurlos verschwunden und der bestellte Transferbus wollte sich auch erst nach einigen Telefonaten einfinden - kamen wir am Nachmittag wohlbehalten im Hotel „Tempio di Pallade“, unweit des antiken Minerva-Tempels, an, wo wir unsere Zimmer bezogen, die trotz Drei-Sterne-Standards nicht unbedingt Begeisterungsstürme auslösten.
Nach kurzer Ruhepause begab sich die Gruppe zu einer ersten Würdigung der Sieben-Hügel-Stadt auf den Pincio, der einen überwältigenden Panoramablick über das Häusermeer der Altstadt bis hin zum Petersdom bietet.
Auch die berühmte Scalinata della Trinitá dei Monti, besser bekannt als „Spanische Treppe“, nahmen wir gleich am ersten Tag in Augenschein; den historischen Hintergrund führte uns Erik Fechtner im ersten von zehn Referaten vor Augen.
Den Abend beschlossen wir stilecht in einem Ristorante, wo wir uns von der Vielfalt des römischen Pizza-Angebots überzeugen konnten.
Am 01.05.07 stand die Stadtführung auf dem Programm, bei der uns Winfried, ein gebürtiger Berliner, die Sehenswürdigkeiten der Ewigen Stadt zeigte:
Santa Maria Maggiore, eine der vier Hauptkirchen Roms, mit ihrer beeindruckenden Golddecke und ihren prächtigen Mosaiken,
die Piazza Navona, das ehemalige Stadion des Domitian, von vielen als der schönste Platz der Welt bezeichnet,
die Fontana di Trevi, die wir natürlich erst nach Einwurf der obligatorische Münze verlassen durften, und noch einmal die Spanische Treppe. Den Abschluss unserer Stadterkundung stellte San Pietro dar; der überwältigende Petersplatz mit seinen von Gianlorenzo Bernini entworfenen Kolonnaden bot Gelegenheit zur Muße, die kleinen Restaurants des Borgo zum Mittagessen.
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Am Nachmittag wartete das Forum Romanum auf uns, religiöser und politischer Mittelpunkt des antiken Roms. Die erhaltenen Bauwerke wie die Curia Iulia, die Rostra, den Konstantinsbogen, den Titusbogen, den Triumphbogen des Septimius Severus und die Überreste der Tempel des Saturn, der Vesta und des Castor und Pollux führten uns jeweils sorgfältig ausgearbeitete Schülerreferate vor Augen. |
Natürlich fanden auch das Kapitol mit der bronzenen Reiterstatue des Marc Aurel und der ästhetischen, von Michelangelo entworfenen Freitreppe und das eindrucksvolle Colosseum die gebührende Beachtung.
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Am 02.05.07 reisten wir mit der Vorortbahn nach Ostia Antica, Hafenstadt und Versorgungszentrum des antiken Roms, dessen Gebäude durch die Verlandung unter einer meterhohen Schlammschicht gut erhalten blieben. Die Wohn- und Geschäftshäuser, Speicher, Tempel und das malerische Theater vermitteln einen lebendigen Eindruck vom Leben in einer römischen Stadt. Nach der Mittagspause in der Caféteria ging es nach Rom zurück. |
Der Nachmittag galt einem Besuch der an der antiken Via Appia gelegenen Katakomben, wo uns ein Pater durch das unterirdische Labyrinth der S. Sebastiano-Katakombe führte, in der zeitweise auch die Apostel Petrus und Paulus ihre Ruhestätte gefunden hatten.
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Am 03.05.07 stand eine Premiere auf dem Programm: Zum ersten Mal auf einer Romfahrt nahmen wir die über 200 km lange Bahnfahrt nach Neapel auf uns, um die berühmten Ausgrabungen von Pompeji zu besuchen.
Zu Füßen des Vesuvs, der im Jahre 79 die blühende Stadt unter einem Ascheregen begaben hatte, empfing uns Dr. Stefania Russo, die uns drei Stunden lang freundlich und geduldig die Sehenswürdigkeiten dieser antiken Stadt nahebrachte. |
Höhepunkt war ein Besuch des Lupanars, des im letzten Jahr sorgfältig restaurierten Bordells, dessen Räumlichkeiten mit bildlichen Darstellungen der zu erwartenden „Dienstleistungen“ natürlich das Interesse der Schüler fanden.
Erschöpft, aber voller interessanter Eindrücke genossen wir am Nachmittag in einem Gartenrestaurant die neapolitanische Spezialität, die originale Pizza Margherita, bevor es am frühen Abend im Intercity nach Rom zurückging.
Am 04.05.07 stand bereits der Rückflug an, durch Verzögerungen im Flugbetrieb leider um zwei Stunden verspätet. Eine Woche mit angenehmem Wetter, abwechslunsgreichem Programm und mediterranem Flair lag hinter uns, die uns allen unvergessliche Eindrücke beschert hat. Hier kann man nur wie weiland der Dichterfürst Goethe nach seiner italienischen Reise sagen: „Ich komme wieder!“ Die nächste Romfahrt kommt bestimmt! |
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