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Unterrichtsfach Philosophie
 

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Philosophie

Philosophie an der Schule möchte nicht nur einzelne philosophische Disziplinen oder philosophische Schulen vermitteln, sondern primär dem Orientierungsbedürfnis der Schülerinnen und Schüler entsprechen.In fünf Fragedimensionen sollen zentrale Fragestellungen formuliert werden, die bei jedem philosophischen Themenbereich berücksichtigt werden können. Die Dimensionen versuchen darauf einzugehen, wie eine philosophische Frage gestellt und beantwortet wird.
  1. Die erkenntnistheoretische-wissenschaftstheoretische Dimension
  2. Die sittlich-praktische Dimension
  3. Die ontologisch-metaphysische Dimension
  4. Die geschichtlich-gesellschaftliche und kulturelle Dimension
  5. Die methodische Dimension

In den diesen Dimensionen zugeordneten Semesterthemen soll der Schüler durchgängig die Einsicht gewinnen, dass die Probleme der Philosophie keine akademisch-internen oder historisch-vergangenen sind, sondern jeden als Individuum betreffen und so überzeitlich sind wie die berühmt gewordenen Fragen Kants:

  • Was kann ich wissen?
  • Was soll ich tun?
  • Was darf ich hoffen?

Die Schülerinnen und Schüler werden dabei ermutigt, auch jenseits des empirisch Verifizierbaren und unabhängig von historisch vorgegebenen Theorien nach sinnvollen Antworten zu suchen und ihr eigenes Selbst- und Weltverständnis zu reflektieren.

Methodisch wird der Philosophieunterricht vor allem zwei Unterrichtsverfahren einsetzen:

  • den textgebundenen Unterricht
  • die freie Problem- und Sacherörterung

Bei der Umsetzung in Projekte oder Sequenzen kann verstärkt eingesetzt werden:

Der Kontakt zur Universität (z.B. Universität Wuppertal), dadurch dass entweder die Schülerinnen und Schüler an den Lehrveranstaltungen der Universität teilnehmen oder dass Dozenten der Universität Gastvorträge am THG halten.

Die Förderung des philosophischen Diskurses durch eine Philosophie-Seite im Internet (Web-Seite des THG). Moderiert durch den Philosophielehrer können Interessierte philosophische Themen öffentlich diskutieren. Gelungene Arbeiten (philosophische Essays, Facharbeiten) können ebenso publik gemacht werden. Durch Kontakt mit anderen Schulen kann auf diesem Weg der Qualtitätsstandard gesichert werden. Die Teilnahme an (internationalen) Philosophie-Wettbewerben soll konsequent gefördert werden. Da die Arbeiten zumeist in englischer oder französischer Sprache vorliegen müssen, ist die Zusammenarbeit mit den Fremdsprachenlehrern zu suchen. Das reflektierende Arbeiten in Form eines philosophischen Essays zu aktuellen gesellschaftlichen Problemen ist bevorzugt zu fördern. Die Präsentation auf einer Plaktatwand in einem öffentlichen Raum oder in einem gedruckten Medium (lokale Zeitung) in Zusammenarbeit mit den Kunsterziehern (Bildcollagen) verdeutlicht, dass Philosophie nicht nur aus lebensfernem akademischen Denken besteht, sondern aus dem Versuch, sich denkend und handelnd hier und jetzt zu orientieren.

Schulinterne Unterrichtsreihen in der Qualifikationsphase 2005/2007 (2006/2007) für das Fach Philosophie sind hier zu finden.