Markus Schumacher Remscheider General Anzeiger vom 01.04.2011

Mit höflichem Applaus begrüßten gestern Vormittag rund 100 Schüler der 10., 11. und 12. Jahrgangsstufe des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) einen hohen Gast in ihrer Aula: Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg (CDU). In der Reihe „THG Gespräche“ stellte sich der oberste Repräsentant des nordrhein-westfälischen Landtags den Fragen der Schüler.Denen ging es zuerst um die Atomkraft.

Uhlenberg machte deutlich, dass es nach Japan ein Umdenken bei allen Politikern gegeben habe: „Atomkraft gilt zwar seit längerem schon als Brückentechnologie, jetzt soll aber der Übergang zu regenerativen Energien beschleunigt werden.“ Und natürlich könne es nicht sein, dass in Deutschland die Atomkraftwerke abgeschaltet werden und der Strom dann aus französischen Atomkraftwerken eingekauft werde, gab er einem Schüler recht.

Bildung, Integration, Sicherheitspolitik und Verschuldung waren die weiteren, von den Schülern vorher selbst bestimmten Themen. Doch es ging nicht nur staatstragend und bierernst zu: Als das Thema „Lage der CDU“ vorgestellt wurde, mussten zuerst Uhlenberg und Landtagsabgeordneter Peter Biesenbach auf dem Podium, dann auch Bürgermeister Horst Enneper und Rades CDU-Vorsitzender Christian Viebach in der ersten Reihe und schließlich die ganze Aula herzhaft lachen.

Zuvor hatte Doro Dietsch in einem kurzen Vortrag erklärt, welche Aufgaben ein Landtagspräsident hat. „War schon mal einer von Euch im Landtag?“, fragte sie die große Gruppe. Ein einziger meldete sich. Der Landtag sei eben nicht so bekannt, wie etwa der Bundestag, war Dietsch klar. Die ehemalige RGA-Mitarbeiterin ist Sachbereichsleiterin Jugend und Parlament in der Pressestelle des Landtags und in dieser Funktion in vielen Schulen unterwegs.