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Biedermann und die Brandstifter – Ein Lehrstück ohne Lehre

Aufführung: Freitag, 22. Juni, 19.30 Uhr.

„Man spricht viel von Aufklärung und wünscht mehr Licht. Mein Gott, was hilft aber doch alles Licht,
wenn die Leute keine Augen haben, oder die, die sie haben, vorsätzlich verschließen.“, formuliert Max
frisch 1986. Die Erkenntnis, dass die Aufklärung rundum gescheitert ist, hat Frisch bereits in dem 1958 uraufgeführten Lehrstück „Biedermann und die Brandstifter“ mit klaren Worten und treffender Ironie in Szene gesetzt. Gottlieb Biedermann und seine Frau Babette zeigen sich als wahre Gutbürger. Bieten sie doch dem arbeits- und wohnungslosen Ringer und Ex-Sträfling Schmitz Obdach, obgleich die Stadt durch unbekannte Brandstifter bedroht wird. Auch als sich ein ungutes Gefühl einschleichen will, bleiben die Biedermanns standhaft. Und so findet sich auch noch für Schmitz Kumpanen ein Plätzchen auf dem Dachboden, den die neuen Mitbewohner zu einem Lager für Holzwolle und Benzin machen.
Aber ist jeder gleich ein Brandstifter, der nach Streichhölzern fragt?

Die 17 Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses am Theodor-Heuss-Gymnasium zeigen in der von
ihnen erarbeiteten Inszenierung unter der Leitung von Gabriele Nath, dass Frischs Lehrstück auch 2018
noch brandaktuell ist.

Erleben kann man das kurzweilige Theatervergnügen am Freitag, dem 22. Juni, in der Aula am Theodor-Heuss-Gymnasium um 19.30 Uhr. Einlass ist ab 19.00 Uhr; der Eintritt ist frei.

2018-06-14T10:33:25+00:00Donnerstag, 14. Juni 2018|