BNE ist die Abkürzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Bei dieser Form der Bildung sollen Menschen zu einem zukunftsfähigen Denken und Handeln befähigt werden. Für weitere Informationen können Sie sich/könnt ihr euch dazu folgendes Video  des Bundesbildungsministeriums (BMBF) anschauen:

https://static1.bmbfcluster.de/1/0/9/9/2_a64a60072d9d48d/10992_257486860e57780_web.mp4

Die Vereinten Nationen haben im Herbst 2015 insgesamt 17 Ziele (s. Foto) formuliert, wie man der Vision, eine friedliche und nachhaltige Gesellschaft zu gestalten, näherkommt. Die Ziele sind dann auch in die internationale Agenda 2030 eingeflossen, in der sich zahlreiche Länder der Welt zusammengeschlossen und zur Umsetzung dieser Ziele verpflichtet haben.

(Quelle: United Nations)

 

In NRW werden BNE-Aktionen in der Schule durch das Landesprogramm „Schule der Zukunft“ abgebildet (https://www.sdz.nrw.de). Auch das THG beteiligt sich an diesem Landesprogramm mit zahlreichen Bausteinen und Aktionen aus unterschiedlichen Fachbereichen.

Was bedeutet BNE am THG?

Wir am THG wollen, dass die gesamte Schulgemeinschaft zu einem mündigen und selbstbestimmten Handeln befähigt wird und zu einem Handeln, das zugleich auch die endlichen Ressourcen des Planeten in den Blick nimmt und nachhaltig ist.

Um unsere Ziele zu erreichen, arbeiten am THG verschiedene Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Fachschaften und Arbeitsgruppen zusammen, um Bildung für nachhaltige Entwicklung in verschiedenen Kontexten aufzugreifen, u. a.:

  • Projekt „Mensagarten“: Der Mensagarten (unser Schulgarten) wird von der Mensagarten-AG (Leitung: Frau Herzog) sowie der Biologiefachschaft betreut. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler einen nachhaltigen Umgang mit regionalen Lebensmitteln. Die Wertschöpfung erfolgt ganzheitlich, indem die Lerngruppen vom Aussäen und Anpflanzen bis zur Ernte alle Prozesse selbstbestimmt steuern. Zudem befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Bedeutung der Biodiversität auf lokaler Ebene, sie wenden ihr Wissen aber auch auf weltweite Prozesse der Lebensmittelbranche an. Durch die Kooperation mit der Bergischen Agentur für Kulturlandschaften gGmbH (BAK) sind vertiefte Einblicke in biologisch-ökologische Zusammenhänge möglich.
  • Projekt „Wir für Tansania!“: Schon seit über 15 Jahren engagiert sich die Schulgemeinschaft für bessere Bildung in Afrika. Dafür hat das THG eine enge Partnerschaft mit zwei Schulen in Tansania, die von uns durch Sachspenden, aber auch finanziell unterstützt werden. Die Unterstufenklassen setzen sich mit dem Thema im Fach „Lernen des Lernens“ (LdL) auseinander und planen Aktionen, die Spenden generieren. Mit den Einnahmen aus den Aktionen der Unterstufenklassen finanzieren wir seit jeher eine ganze Lehrerstelle an unseren Partnerschulen. Durch weitere Aktionen des Tansania-Teams (Frau Sonnborn, Herr Schubert, Herr Stendtke) beschäftigt sich wiederkehrend die gesamte Schulgemeinschaft mit dem Leben der Schülerinnen und Schüler in Tansania und zeigt bei zahlreichen Aktionen ein sehr großes soziales Engagement.
  • Projekt „Foodsharing“: Ein weiterer Baustein, der für die gesamte Schulgemeinschaft regelmäßig sichtbar und erfahrbar ist, ist das Thema „Nachhaltiger Lebensmittelkonsum“. Wenn die Foodsharing-AG (Leitung: Frau Keller) den Wagen mit den geretteten Lebensmitteln in die Pausenhalle schiebt, ist regelmäßig die Überraschung groß, wie viele Lebensmittel sonst vernichtet worden wären. Erkennbar hat diese Aktion Auswirkungen auf das eigene Konsumverhalten und die Dankbarkeit, den geretteten Lebensmitteln eine zweite Chance zu geben (manchmal sind auch Blumen dabei), sieht man allen Kindern an, die sich an der Auslage bedienen.
  • Projekt „Näh-AG“: Das jüngste BNE-Projekt am THG ist unsere Näh-AG (Leitung: Frau Räcker). In der AG werden ausrangierte Kleidungsstücke neu designt und umfunktioniert. Die AG setzt sich in diesem Kontext auch mit der Bedeutung nachhaltiger Mode auseinander und hinterfragt das eigene Konsumverhalten.

Als ausgezeichnete Fairtrade-Schule setzen sich unsere Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Unterrichtskontexten mit dem Thema „Fairtrade“ auseinander. Im Schulalltag ist Fairtrade durch den Verkauf fair gehandelter Schokolade im Fair-O-Maten allgegenwärtig.

Wie die Timeline (s. u.) zeigt, gibt es neben diesen großen Bausteinen auch ganz viele kleine Aktionen im Schul- und Unterrichtsalltag, die alle einen Beitrag leisten, um dem Ziel einer nachhaltigen und friedlichen Gesellschaft einen Schritt näher zu kommen.

Wir wünschen Ihnen und Euch viel Spaß beim Stöbern auf unseren BNE-Projektseiten. Bei Fragen können Sie/könnt ihr uns gerne kontaktieren.

 

Silke Knappe und Alexander Kühn

(im Namen des gesamten BNE-Teams)