Im Rahmen unseres Engagements im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) war es kurz vor den Weihnachtsferien nun endlich so weit: Die Mensagarten-AG sowie Frau Herzog und Frau Knappe durften an einem Workshop teilnehmen zum Thema „Naturnahe Umgestaltung des Schulgeländes“. In dem  Workshop, der bei uns an der Schule stattfand, ging es nicht nur um wertvolle Tipps für die Weiterentwicklung des Mensagartens, sondern vor allem um viele neue Anregungen zur Umgestaltung des gesamten Schulgeländes. Durchgeführt wurde der Workshop von zwei Expertinnen der Bergischen Agentur für Kulturlandschaften (BAK) – Frau Wosnitza und Frau Reyning.

Der Workshop bestand aus drei Phasen: Zuerst haben sich die Mitglieder der Mensagarten-AG anhand von verschiedenen Fotos überlegt, was ihnen bei der Umgestaltung des Schulgeländes wichtig ist: Dabei kam heraus, dass sich die Schülerinnen und Schüler gar nicht unbedingt mehr Spielbereiche wünschen, sondern lieber mehr Sitzgelengenheiten und weniger versiegelten Flächen. „Mehr Blüten und Pflanzen wären schön“, meint eine Teilnehmerin und eine andere ergänzt: „Der Schulhof sollte doch eher wie eine Wohlfühloase aussehen und nicht wie ein großer Parkplatz!“

Für die zweite Phase hatten die Expertinnen verschiedene Naturmaterialien mitgebracht, mit denen 3D-Modelle der möglichen Umgestaltung erschaffen werden konnten. Die Gruppe hat sich schnell dafür entschieden, vor allem das kleine Waldstück in die Umgestaltung mit einzubeziehen. „Früher haben wir manchmal Unterricht draußen auf dicken, alten Holzstämmen gemacht – das hieß dann ‚Unterricht im grünen Klassenzimmer‘. Wie wäre es denn, wenn wir Unterricht in einem wirklich grünen Klassenzimmer unter den Baumkronen machen könnten?“, schlug ein Teilnehmer des Workshops vor. Es bildeten sich zwei Gruppen, die ihre Vorstellungen einer möglichen Neugestaltung des Waldbereichs in dem 3D-Modell nachbauten (s. Fotos).

In der letzten Phase haben die Schülerinnen und Schüler den Expertinnen das Schulgelände gezeigt und gemeinsam überlegt, wie (schnell) sich die einzelnen Ideen umsetzen und finanzieren ließen.

Eine Neugestaltung des gesamten Schulgeländes ist eine Aufgabe, der sich die Mensagarten-AG in den nächsten Jahren Schritt für Schritt widmen wird – zusammen mit den vielen Kooperationspartnern wie der BAK und den hilfsbereiten MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung. Die erste Veränderung wird man vielleicht schon im Frühjahr sehen können, wenn vor der Schule hunderte Krokusse blühen werden.

„Unser Dank für den interessanten und abwechslungsreichen Workshop gebührt Frau Wosnitza und Frau Reyning! Nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch wir Lehrkräfte haben heute viele spannende Einblicke erhalten, an wie vielen Stellen wir unseren Schulhof umgestalten können, sodass ganz viele kleine und große Wohlfühloasen entstehen können – für die Menschen und auch für die Natur. Ganz herzlichen Dank an unsere Expertinnen; wie schön, dass sie heute hier waren“, resümiert AG-Leiterin Nora Herzog.