Heute besuchte die Content-Creatorin Sarah Liebich die Schülerinnen der AG „Mündliche Kommunikation“ und sprach über ihr Leben in der Öffentlichkeit sowie darüber, wie sie gelernt hat, aus einer vermeintlichen Schwäche eine Stärke zu machen. Was viele nicht auf den ersten Blick bemerken: Sarah stottert, besonders dann, wenn sie nervös ist. Bereits in ihrer Schulzeit musste sie lernen, einige Hürden zu überwinden. Dabei gab sie unseren Schülerinnen wertvolle Tipps mit auf den Weg. Sie betonte unter anderem, dass sich sicheres Auftreten nicht allein aus der Persönlichkeit ergibt, sondern geübt werden kann. Routinen und das Setzen realistischer Ziele könnten dabei helfen.
Offen berichtete sie auch von ihrer Schulzeit, die zum Teil von Mobbing und Auslachen geprägt war. Rückblickend hätte sie sich mehr Empathie und Verständnis von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, aber auch von einigen Lehrkräften gewünscht. Dennoch ließ sie sich nicht entmutigen und setzte sich zunächst kleine Ziele, etwa sich einmal pro Stunde zu melden. Aus diesen ersten Erfolgen schöpfte sie zunehmend Selbstbewusstsein und wurde später sogar Schülersprecherin.
Parallel zur Ausbildung als Bankkauffrau begann sie dann, sich als Content-Creatorin etwas aufzubauen. Ihr Stottern begleitete sie dabei weiterhin und als sie auch medial mehr Aufmerksamkeit erhielt, wurde sie deswegen immer wieder kritisiert. Sie berichtete, dass sie gelernt habe, offen damit umzugehen, andere direkt darauf anzusprechen, dass ihr das Sprechen nicht immer leichtfällt, und sie darüber aufzuklären.
Ein wichtiges Fazit dieser Begegnung ist, dass Unsicherheiten oder vermeintliche Schwächen kein Hindernis für persönliches Wachstum sein müssen. Die Schülerinnen konnten erkennen, wie eng mündliche Kommunikation mit Mut, Übung und Selbstvertrauen verbunden ist. Gerade beim Sprechen wurde deutlich, dass es nicht darum geht, fehlerfrei oder perfekt zu sein, sondern die eigene Stimme zu nutzen, sich mitzuteilen und Schritt für Schritt mehr Sicherheit im Ausdruck zu gewinnen.



